Inspiration durch die Klänge der Natur

„Überall dort, wo Kinder leben, entweder im Dorf oder in der Stadt, kann man auch hören und sehen, wie sie spielen und sich vergnügen. Das Spiel von Kindern ist so eine natürliche Sache, Kinder brauchen das Spielen wie die Luft zum Atmen“ (Pospíšilová 2000). Spielanregungen für Kinder finden sich in verschiedenen Umgebungen: im Familien- und Freundeskreis, in der Schule und in der Freizeit etc.

Eine große Anzahl von Kinderspielen ist durch Tradition erhalten sowie in Sammlungen ausführlich aufgezeichnet. Diese Spiele zeigen sowohl einen bemerkenswerten Reichtum an Formen als auch pädagogischen Wert. Sie können nach verschiedenen Aspekten differenziert werden, z.B. nach Jahreszeit, Nationalität, Geschlecht, Bewegung, Bühneneigenschaften etc. Traditionelle Kinderspiele, die durch spontane Weitergabe innerhalb der Familie oder dank institutionalisierter Bildung erhalten sind, werden durch neue spielerische Ausdrucksformen von Kindern ergänzt sowie von den Bedingungen des gesellschaftlichen Lebens beeinflusst. Die Natur mit ihren vielfältigen Phänomenen birgt neben Raum und Zeit wesentliche Anregungen für das kindliche Spiel.

Die pädagogische Bedeutung von Kinderspielen wird von vielen Generationen bestätigt. Spielen gehört zu spontanen Aktivitäten von Kindern, in denen sie verschiedene Facetten ihrer Persönlichkeit auf unterhaltsame und natürliche Weise entwickeln. Aspekte des Spielerischen durchdringen alle progressiven pädagogischen Ansätze, beginnend mit Empfehlungen von Jan Ámos Komenský. Nach Komenský lernen Kinder beim Spielen ‚den Geist zu Sanftmut‘, ‚Bewegungen zu Geschicklichkeit‘ und ‚den Körper zu Gesundheit‘ zu führen (Mišurec 2007). Kindliche Spielräume sind wichtige Bereiche in der körperlichen, spirituellen, kognitiven, ästhetischen Bildung, in der Entwicklung von Werthaltungen und zugleich ein wichtiger Willensanreiz für andere Aktivitäten. Im Schulunterricht bereichern Spiele den Lernprozess, gestalten ihn abwechslungsreicher und helfen SuS, sich zu entspannen. Sie bieten viele Impulse für kreative Ausdrucksformen in den verschiedensten Themenfeldern.

Literatur

  1. Bartoš, F. (1898). Naše děti. Jejich život v rodině, mezi sebou a v obci, jejich poesii, zábavy, hry i práce společné popisuje František Bartoš [Unsere Kinder. ihr Leben in einer Familie, untereinander und im Dorf, ihre Gedichte, Unterhaltung, Spiele und Arbeit. Beschrieben von František Bartoš]. Praha: J. Otto.
  2. Erben, K. J. (1886). Prostonárodní české písně a říkadla [Nationale tschechische Lieder und Reime]. Praha: A. Hynek.
  3. Frolec, V. (Hg.) (1980). Dítě a tradice lidové kultury [Kind und Volkskultur-Tradition]. Lidová kultura a současnost. Svazek 6. Brno: Blok.
  4. Komenský, J. A. (1947). Škola na jevišti. [Schola ludus. Pars IV-V.]. Brno: Komenium, učitelské nakladatelství.
  5. Komenský, J. A. (1972). Informatorium školy mateřské [Informatorium des Kindergartens]. Povinná četba pro pedagogické školy – třídy pro přípravu učitelek mateřských škol. Praha: Státní pedagogické nakladatelství.
  6. Mátlová-Uhrová, L. (1978). Děti na Hané: jejich výtvarné tvořivé hry a zábavy v přírodě [Kinder in der Haná-Region: ihre Kunst, kreative Spiele und Unterhaltung in der Natur]. Prostějov: Okresní kulturní středisko.
  7. Mišurec, Z. (2007). Dětské hry [Das Kinderspiel]. In S. Brouček & R. Jeřábek (Hg.). Lidová kultura: národopisná encyklopedie Čech, Moravy a Slezska. 2. svazek. Praha: Mladá fronta, S. 132–133.
  8. Plicka, K., Volf, F. & Svolinský, K. (1947–1960). Český rok v pohádkách, písních, hrách a tancích, říkadlech a hádankách. Jaro. Léto. Podzim. Zima [Tschechisches Jahr in Märchen, Lieder und Tänze, Reime und Rätsel. Frühling. Sommer. Herbst. Winter]. Praha: Družstevní práce; Státní nakladatelství krásné literatury, hudby a umění.
  9. Pospíšilová, J. (2000). Dětský folklor [Kinder-Folklore]. In J. Jančář et al. (Hg.). Lidová kultura na Moravě. Vlastivěda moravská. Země a lid. Nová řada. Svazek 10. Strážnice: Ústav lidové kultury ve Strážnici; Brno: Muzejní a vlastivědná společnost v Brně, S. 265–269.
  10. Svobodová-Goldmannová, F. (1958). Říkadla a hry slováckých dětí [Reime und Spiele der Kinder der Slovácko-Region]. Gottwaldov: Krajské museum.
  11. Václavek, M. (1902). Děti na Moravském Valašsku: jejich hry a jiné zábavy [Kinder in der mährischen Walachei: ihre Spiele und andere Unterhaltung]. Jičín: Kabátník.