Baustein 1: Stimme und Kreativität

Zusammenfassung

Eine Reihe von Übungen für Stimme und Körper mit dem Ziel, die Stimme durch die Anregung der Imagination zu wecken und zu erforschen. Diese Übungen können als stimmliches Warm-Up oder jederzeit während einer musikalischen Einheit eingesetzt werden.

Einige Beispiele, die Lust auf weitere, eigene Erfindungen machen sollen.

Dauer: Etwa 20 Sekunden pro Übung

Alter: ab 6 Jahren

Schlüsselwörter Kreativität und Entrepreneurship: Exploration, Imagination, Enthusiasmus, Arbeiten in Teams, Mut zur Performance

Beschreibung

01 – Hallo

Öffne deine Stimme und experimentiere mit dem Wort „Hallo“.
Für diese Übung können alle möglichen Wörter und Texte verwendet werden.

Kompetenzen
Die SuS können:

  • die verschiedenen Register der Stimme von Bass bis Sopran erkunden,
  • sich in einen Charakter hineinversetzen,
  • sich zutrauen, verschiedenen Tonfälle zu verwenden,
  • mit der Stimme spielen

02 - Dehnübungen

  • Dehne dich wie eine Katze, sei mutig und mache das Geräusch, das zur Bewegung passt (eingeschlossen, verspannt, entspannt, etc.)

03 - Schultern und Körperhaltung

Hänge deine Schultern auf eine imaginäre Wäscheleine und lass die Arme wie nasse Socken herabhängen.

Kompetenzen:

Die SuS können:

  • sich ihres Körpers bewusst werden, indem sie einen unbeweglichen Teil des Körpers isolieren und so die Bewegungsfreiheit der anderen Körperteile spüren.

 

04 - Luft aus den Lungen lassen

Atme alle Luft aus der Lunge aus und spüre das Wohlbefinden und die Offenheit, die in dem kurzzeitigen Atemstillstand entstehen. Ausatmen ist ein aktiver Moment, Einatmen ist passiv und, wenn möglich, nicht zu laut.

05 - Projektion stimmloser Konsonanten

Begleite die Geste und räume ihr Platz ein.

Stimme dich auf den Ton der Konsonanten ein, je nach Elastizität des Zwerchfells. Die Handzeichen, die das Ausatmen begleiten, sollen an die jeweiligen Konsonanten angepasst werden (Reiben für Frikative und leichtes Klopfen mit den Fingerspitzen zur Darstellung der plosiven Konsonanten, etc.).

Kompetenzen
Die SuS können:

  • sich den Ausatmungsvorgang sowie die Resonanz des produzierten Klangs bewusst machen.

06 - Krümel auf der Fensterbank

Die Arme ruhen auf dem Rand eines imaginären Fensters, atme stark über der gesamten Oberfläche aus, von links nach rechts, um imaginäre Krümel oder Staub wegzublasen. Die Arme stabilisieren die Körperhaltung, der Kopf ist locker.

Die Übung hilft bei der Atmung mit Konsonanten.

07 – Leichtes Klopfen

Verlauf über den gesamten Körper.
Klopfe auf einen festen oder freien Rhythmus, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und wechselnden Parametern (beschleunigen, verlangsamen, laut, leise, mit Pausen, etc.), um uns bewusst zu machen, was wir tun, um auf uns und andere zu achten.

Kompetenzen
Die SuS können:

  • den Körper aktivieren, um vollständig, von Kopf bis Fuß, präsent zu sein;
  • Aufnahmefähigkeit steigern.

08 - Elefantenrüssel

Ein Bild, um ein kleines Element der Selbstmassage des Trapezmuskels zu unterstützen.

09 – Stampfen

Kompetenzen
Die SuS können:

  • maximale Energiemenge in kurzer Zeit erzeugen;
  • mit dem Boden über einen kleinen Bereich in Kontakt sein;
  • nach einem Moment der Anstrengung zu einer ruhigen Atmung zurückkehren.

10 – Das Geräusch des Eichhörnchens und seiner Haselnuss

Die Eichhörnchen bewacht eifersüchtig seine Haselnuss und macht dabei ein leises Geräusch. Der Klang ist nasal und wird durch die gleichzeitige Blockierung beider Nasenlöcher mit den Fingerspitzen (Zungenwurzel gegen den Gaumen, wie in Ping-Pong-[n]) erzeugt. Es macht Spaß, durch sein komplettes „Klangspektrum“ von Bass bis Sopran durchzugehen.
– Arbeiten mit Nasalität.

11 - Pflück die Sterne vom Himmel

Die Sterne sind weit weg, unerreichbar oder fast wie der Sopran, pflücken, nicht schnappen (der Ton ist selektiv, glatt und ohne Knacklaut). Wir gehen mit Behutsamkeit das gesamte Spektrum von einem Extrem zum anderen durch. Die Wahl dieser Bilder erlaubt es uns, einen Klang zu suchen, der nicht harsch ist. Gleiche Aufmerksamkeit wird der Gesangslinie gegeben (wir lassen unseren Stern nicht aus den Augen und hören nicht auf, auf die Stimme hören).

12 – Moto con moto

Verwendeter Klang: [ʙ] stimmhafte bilabiale Vibration (brrr, wie beim Frieren/Zittern). Wir teilen die Geräusche (freie Intonation) von Kinderspielen (den Klang eines Fahrzeugmotors imitieren) und gleiten zum Rande hin (präzise Intonation). Wir können frei mit der Tonhöhe spielen (Biegungen, Kurven, Höhen, etc.), um die Bewegung zu begleiten, und ebenso mit der Qualität des Klangs (alter Traktor, Luxusauto, Rennwagen, Motorrad etc.).

13 - Motor auf 'V'

Alle stimmhaften Konsonanten bieten sich für Singübungen an (Sirenen oder melodische Motive): [in], [z], [M], [ʒ] usw.

14 – Auto

Erforschung der Stimme und der Imagination.

15 - Quietschende Tür

Kontrollieren des subglottischen Drucks, das hervorragend zur Verringerung der Atmung in der Stimme eingesetzt werden kann. Ermöglicht die Produktion von Tönen, die ohne Ausatmen auf hohe Töne hingleiten. Die quietschende Tür schärft das Bewusstsein für die Kraft, die für den Erfolg in dieser Übung notwendig ist.

16 - Atmen, Vokalisieren, mit Gesten, Schaffen einer imaginären Sprache

Die SuS dazu ermutigen, stimmliche Klänge zu produzieren, die von der Imitationsgruppe nachahmend aufgegriffen werden.

17 - Einen Klang produzieren

In der Lage sein, zu einer bestimmten Tonhöhe zurückzukehren, diese zu halten und zu übertragen.

18 – Klänge, die aus meinem Mund fliehen wollen

Ich lasse es durch mich singen
„Es ist viel los in meinem Mund, es gibt viele Klänge in meinem Mund, die nur darauf warten, rauszukommen …“
Gib der Geste den Klang, den sie ausdrückt oder repräsentiert. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – lassen wir uns inspirieren und seien wir erfinderisch.

Kompetenzen

Jede Übung entwickelt eine spezifische Kompetenz, siehe dazu die einzelnen Übungen. Die SuS können:

  • die verschiedenen Register der Stimme von Bass bis Sopran erkunden;
  • sich in einen Charakter hineinversetzen;
  • sich zutrauen, verschiedenen Tonfälle zu verwenden;
  • mit der Stimme spielen;
  • den Körper aktivieren, um vollständig, von Kopf bis Fuß, präsent zu sein;
  • Aufnahmefähigkeit steigern.

Materialien

Kein Equipment benötigt.